Standortbezogenes Förderkonzept

2019/20

Das standortbezogene Förderkonzept der NMS Kilb versteht sich als flexible Grundlage, die laufend weiterentwickelt und an die standortbezogenen Gegebenheiten angepasst wird.

Fördern dient der Weiterentwicklung der jeweiligen Lernkompetenz und bedeutet fördern und fordern gleichermaßen. Es erfordert weitgehend eine Differenzierung der Lernwege, um alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen durch entsprechende Formen des Unterrichts mit vielfältigen Methoden.

Fördern heißt für uns auch Interessen wecken und diesen gerecht zu werden, aus diesem Grund entscheiden sich die Jugendlichen der NMS Kilb ab der 7. Schulstufe gemäß ihrem Interesse zwischen zwei Wahlpflichtfächern. In der 7. Schulstufe bieten wir Forschen und Experimentieren und Natur erleben – Material erfassen an, Technisches Design mit dem Schwerpunkt Geometrisches Zeichnen und Kreatives Design sind unser Angebot für die Schülerinnen und Schüler der 8. Schulstufe.

Wesentlich ist für das Team der NMS Kilb bei Schwächen Unterstützung anzubieten, aber nur durch die aktive Mitarbeit der Eltern und angemessene, differenzierte Angebote über Fördermaßnahmen tragen zum Erfolg bei.

Das Konzept der NMS geht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Schulkinder ein und gewährleistet eine individuelle Leistungsentwicklung.

  • Förderung in den Pflichtfächern durch Individualisierung und Differenzierung
    Einen hohen Stellenwert hat in der NMS Kilb die Förderung durch Schüler selbst – Schüler helfen Schüler, dies zeigt von einer hohen Verantwortungskompetenz den Mitschülerinnen und Mitschülern gegenüber aber auch, dass das Erlernte gut verstanden wurde und daher weitergegeben werden kann.
    Teamteaching in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik ermöglicht eine individuelle Unterstützung aller Kinder.
    Förderunterricht und Einzelcoaching wird in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik als Zusatzangebot angeboten, um Lernrückstände aufzuarbeiten.

    Die Stärkung und Förderung ist ein wesentlicher Teil unserer Schulkultur. Ausgehend vom SLS-Tests wird größer Wert auf intensive Leseförderung gelegt.
    Besonders das Erfassen von Informationen durch Lesen ist dem Team der NMS sehr wichtig, deshalb werden wöchentlich rotierend in mindestens einer Unterrichtsstunde die Arbeitsanweisungen den Jugendlichen schriftlich vorgelegt und sie müssen diesen entsprechend arbeiten und lernen.
    Auch eine gut sortierte Schulbibliothek und die Angebote des JRK leisten ihren Beitrag zur Leseförderung.

  • Förderung der Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen (Sonderpäd. Förderkonzept)
    Die soziale Integration und Förderung von Kindern mit Lernbehinderung hat an unserer Schule ein lange Tradition, wir streben für jedes Kind mit spF eine individuelle passende Lösung an, um eine bestmögliche Lernentwicklung zu ermöglichen.

    Meist werden die Schülerinnen und Schüler in Deutsch, Englisch und Mathematik in einer Kleingruppe unterrichtet. Aber nicht immer, dann wenn durch die intensive Förderung in der Kleingruppe ein Lehrplanwechsel zum Lehrplan der NMS möglich ist, werden die Jugendlichen integrativ in der NMS unterrichtet.

    In den Realien werden die Schülerinnen und Schüler im Klassenverband mit Rücksicht auf ihren individuellen Lernstand gemeinsam unterrichtet und wenn möglich, von einem Zweitlehrer unterstützt.

    Schülerinnen und Schüler erhalten bei der Lehrstellensuche und Berufswahl zusätzliche Hilfe durch das Jugendcoaching – Ansprechpartnerin ist Frau Parb in Scheibbs.

Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache erfahren eine besondere Förderung durch schulstufenübergreifenden Deutschunterricht und computerunterstützten Unterricht eine zusätzliche Förderung.

  • Förderung des sozialen Miteinanders durch PeerLearning
    Die NMS Kilb hat das Ziel ein Schulklima des Miteinanders und der Verantwortungsübernahme für das Wohl aller zu schaffen. Daher bilden die Coaches für PeerLearning freiwillige Kinder zu Peer-Mediatioren aus. Diese Kinder lernen mit Problemen umzugehen und auf solche hinzuweisen. Die dreijährige Ausbildung mit den Schwerpunkten Kommunikation, Konfliktgeschehen, Konfliktlösungsstrategien (Führen von Mediationsgesprächen), Gruppendynamik und Improvisation beginnt der 6. Schulstufe.

    Die Peers führen Mediationsgespräche bei Konflikten zwischen Mitschülern und führen diese zu einer gemeinsamen Lösung.
    Sie übernehmen aber auch Patenschaften für jene Kinder, die neu an unsere Schule kommen und begleiten sie ihr ganzes erstes Schuljahr. Sie treffen die „Neulinge“ regelmäßig, plaudern, erörtern Probleme und bauen dadurch Barrieren zwischen den Altersstufen ab.

    In der 5. Schulstufe werden die Kinder im der Verbindlichen Übung Soziales Lernen durch die jeweiligen Klassenvorstände vom „Ich zum Wir“ geführt, d. h. Teamarbeit, eine gute Klassengemeinsaft stehen hier im Vordergrund des Tuns.

    Das schulautonome Pflichtfach Persönlichkeitsbildung in der 8. Schulstufe fördert die individuelle Weiterentwicklung in einer Gemeinschaft jedes einzelnen Schülers. Einen wichtigen Stellenwert findet man hier in der Kommunikation mit verschiedenen theoretischen Modellen, die hier ihre Anwendung finden.
    Im Schuljahr 2019/20 steht das Miteinander in den beiden Schulgemeinden ganz oben auf der Prioritätenliste, die Schülerinnen und Schüler besuchen nicht nur die Kinder der Volksschule, sondern auch die Kindergartenkinder werden eingeladen, aber auch mit den Senioren wird ein Workshop zum Thema „Internet“ durchgeführt.

Auch das Projekt des JRK Bezirk Melk „Zusammen leben – zusammen helfen/Jugend trägt Verantwortung“ findet in diesem Fach ihren Platz. Schon zum zweiten Mal wird ein Projekt mit den Senioren unserer Schulgemeinden durchgeführt.

 

  • Förderung durch Sport
    Integriert in den Bewegung und Sport-Unterricht bieten wir den Jugendlichen zusätzlich Eislaufen, Schwimmen (im Hallenbad Oberndorf bzw. im Sommer im Schwimmbad der Gemeinde Kilb) und Klettern an. Zielsetzung des Sportunterrichts ist grundsätzlich eine möglichst vielfältige Ausbildung der Grundkenntnisse von vielen Sportmöglichkeiten, das Training motorischer Eigenschaften wie Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Koordination und das Wecken von Interesse an verschiedenen Sportarten, indem sie im Unterricht viele verschiedene Sportarten kennenlernen (Leichtathletik, Ballsport, Geräteturnen, Sprungtechniken, usw)

    Die Vertiefung in einzelnen Sportarten erfolgt in den Unverbindlichen Übungen Volleyball für Mädchen, Ausdauer- und Trendsportarten und Jonglieren.

    Die Teilnahme an verschiedenen Wettkämpfen (Schülerliga Volleyball, Laufevents) fördert die Team- und Leistungsbereitschaft und der Schülerinnen und Schüler ist somit ein wichtiges persönlichkeitsbildendes Element.

    Skikurse in der 6. und 7. Schulstufe, ev. Sportwochen und Wandertage ermöglichen den Jugendlichen zusätzlich Bewegung.

    Den Jugendlichen steht im gesamten Schuljahr in der großen Pause 20 Minuten der Turnsaal für Bewegung zur Verfügung – Voraussetzung ist nur, dass sie sich an die von den Schülerinnen und Schülern erarbeiteten Regeln halten. Im der warmen Jahreszeit können sie in der großen Pause bei schönem Wetter den Schulhof und frische Luft genießen.

    Im EG- und EH-Unterricht wird auf gesunde Ernährung hohen Wert gelegt.

  • Förderung der Kreativität
    IN der NMS Kilb hat auch die Förderung der Kreativität einen hohen Stellenwert. Nicht nur in den Fächern Bildnerische Erziehung und Werken fördern die Lehrerinnen und Lehrer das kreative Potential der Jugendlichen, auch in allen Pflichtfächern wird durch die selbsttätige Gestaltung des Merkstoffes auf die Kreativität großer Wert gelegt. Das Gestalten von Plakaten bei Referaten, Buchvorstellungen und der verschiedenartigsten Präsentationen nach Partner- und Gruppenarbeit oder die Gestaltung von Arbeitsaufträgen im offenen Lernen hat ebenfalls diese Förderung als Ziel.

 

Im schulautonomen Pflichtfach Musik, Tanz und Bewegung steht Musik und Bewegung im selbsttätigen Tun, Ausprobieren und Choreographieren im Vordergrund.

Aber auch die Wahlpflichtfächer Natur erleben – Material erfassen, Kreatives Design und Technisches Design und in der Unverbindlichen Übung Kreativwerkstatt geben wird den Jugendlichen die Möglichkeit hier eine ihrer Stärken auszuleben.

  • Förderung für die Berufswelt
    Im Rahmen der Berufsorientierung werden die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer Berufswahl und im Entscheidungsprozess bezüglich des Besuchs weiterführender Schulen unterstützt. Basis dafür ist der dreiteilige Begabungskompass mit dem Talentecheck, der Potentialanalyse und dem Beratungsgespräch für die Eltern durch das WIFI

    Im Rahmen der individuellen Berufsorientierung von 5 Tagen nutzen die Jugendlichen die Möglichkeit weiterführende Schulen und Betriebe kennenzulernen.

    Berufsorientierung ist in der 7. und 8. Schulstufe mit je einer halben Stunden fix im Stundenplan verankert. 36 Stunden werden in jedem Schuljahr in diesen beiden Schulstufen integrativ in allen Fächern erarbeitet.